Paris - Die Stadt der Liebe

Blogeintrag veröffentlicht am: 10.3.2016 um 16:04
Jede Metropole hat ihren ganz eigenen Charme und wird von den Menschen auf den ganzen Welt mit bestimmten Assoziationen verbunden. Wahrend Berlin meist als Stadt des Aufbruchs, New York als Big Apple oder Barcelona als Ausgeh-Metropole bezeichnet wird, gilt Paris als die Stadt der Liebe. Bleibt nur die Frage offen warum sich diese Gemeinplätze so im Gedächtnis der Menschen halten? Was ist wirklich dran am Mythos von der Stadt der Liebe? Mit diesem Artikel wollen wir dieser Frage auf den Grund gehen und erklären, warum die Stadt an der Seine gerade für Paare, die sich einen romantischen Urlaub gönnen möchten, so interessant ist. Vorher soll jedoch ein erster Überblick über diese wunderschöne Metropole gegeben werden.

Paris ist die Hauptstadt von Frankreich und das unbestrittene Zentrum dieses Landes. Anders als zum Beispiel Deutschland ist das Land zentralistisch organisiert, was bedeutet, dass sozusagen alle Wege nach Paris führen, in politischer, wirtschaftlicher und vor allem kultureller Hinsicht. Paris ist mit seinen circa 2,1 Millionen Einwohnern auf den ersten Blick nicht unbedingt eine Weltstadt, jedoch trügt dieser Schein, da ich die Metropole zum einen über annähernd 12.000 Quadratkilometer erstreckt und, die Vororte mit eingerechnet auf eine Einwohnerzahl von 10 Millionen Menschen beherbergt. Über viele Jahrhunderte hinweg ist die Stadt immer weiter gewachsen. Das zeigt sich schon allein daran, dass sich Tradition und Moderne sich hier im wahrsten Sinne des Wortes die Hand geben. Wunderschöne kleine Sträßchen, alte Baudenkmäler und moderne Hochhäuser fügen sich zu einem wirklich atemberaubenden Anblick zusammen, der im Jahr an die 14 Millionen Besucher aus der ganzen Welt anlockt.

Viele von ihnen sind Verliebte, die sich in den malerischen Gassen und den großen Parkanlagen einfach rundum wohlfühlen. Ganz nebenbei sucht auch die französische Küche weltweit ihresgleichen, weshalb es wohl keine bessere Stadt gibt, wenn man tagsüber durch die Stadt schlendern möchte, bis man am Abend bei Kerzenschein ein romantisches Essen genießen kann. Natürlich hat Paris aber auch jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten, die den ganz besonderen Charme dieser Stadt ausmachen. Einige der schönsten sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Baudenkmäler, Museen und Parks - Paris bietet einfach alles

Paris - Die Stadt der Liebe Der Eiffelturm ist sicherlich das bekannteste Wahrzeichen von Paris. Der spitze Turm aus Metall blickt auf eine lange Geschichte zurück, wurde er doch eigens für die Weltausstellung im Jahre 1889 erbaut. Eigentlich sollte er bereits wenige Jahre später wieder abgebaut werden, was zum Glück nicht geschehen ist, denn sonst könnten die annährend 3 Millionen Menschen, die diesen Turm Jahr für Jahr erklimmen nicht so eine atemberaubende Aussicht über die Stadt genießen. Je nach Wunsch kann es hier mehr oder weniger hoch hinaus gehen, da es drei Aussichtsplattformen auf verschiedenen Höhen von 57 bis 274 Metern gibt. Als Besucher von Paris sollte man sich den Eiffelturm also auf gar keinen Fall entgehen lassen.

Ein weiteres Highlight für Touristen ist der Triumphbogen. Napoleon ließ dieses Wahrzeichen im Jahre 1806 erbauen, um seiner Armee ein Denkmal zu setzen. Auch der Triumphbogen kann erklommen werden und bietet einen großartigen Ausblick auf die Champs Elysees, sowie auf den Eiffelturm. In einem kleinen Museum kann man sich zudem über die Geschichte dieses Gebäudes informieren.

Apropos Museen - auch in dieser Hinsicht hat Paris einiges zu bieten. Besonders der Louvre ist ein absolutes Muss, wenn man Paris bereist. Der frühere Königspalast zählt zu den bekanntesten Museen der Welt und beherbergt ebenso seltene, wie auch kostbare Kunstwerke. Die Sammlungen umfassen hierbei übrigens nicht nur Kunstwerke der griechischen und römischen Antike, bekannt sind vor allem auch die Abteilungen mit italienischer Renaissancemalerei, in der sich die Mona Lisa und andere Gemälde von Leonardo da Vinci finden. Auch das Centre Georges Pompidou ist einen Besuch wert. Was die Architektur betrifft, scheiden sich zwar die Geister, die Ausstellungen sind aber in jedem Falle sehenswert, wenn man sich für Kultur und Kunst interessiert. Anders als im Louvre finden sich hier vorrangig moderne Kunstwerke, unter anderem von Andy Warhol, Picasso oder auch Salvador Dali.

Die bereits erwähnte Champs Elysees ist die Prachtstraße von Paris und lädt Besucher zu einem gemütlichen Shopping-Bummel ein. Leider muss man hinzufügen, dass dieser Ort sehr stark kommerzialisiert ist. Wenn man sich in einem der Geschäfte neu einkleiden oder in einem der Restaurants essen möchte, sollte man ein paar Euro mehr einkalkulieren, als anderswo in Paris. Je näher man dem Triumphbogen kommt, desto teurer wird es. Jedoch können Verliebte hier prima spazieren und die gepflegten Straßen mit ihren imposanten Gebäuden bestaunen.

Für Paare sind die Parks in Paris ein wahrer Traum. Hier kann man nach Herzenslust flanieren und sich wunderbar erholen. Die wohl bekannteste Grünanlage ist der Jardin du Luxembourg. Direkt am Sitz des französischen Senats gelegen, lädt dieser Ort zum Träumen und Verweilen ein. Bestenfalls kombiniert man den Besuch des Parks mit einer Besichtigung der wohl traditionsreichsten Universität der Welt- die Sorbonne. Hier lehrten schon im Mittelalter geistliche Lichtgestalten, wie Albertus Magnus oder auch Thomas von Aquin. Ebenfalls sehenswert ist der Jardin du Tuileries, der sich zwischen dem Louvre und dem Place de la Concorde befindet.

Wo wir auch schon bei der nächsten Attraktion angekommen wären. Der Place de la Concorde befindet sich mitten im Herzen von Paris und wartet mit einem großen Brunnen auf seine Besucher. Dieser Ort ist zudem besonders geschichtsträchtig, da sich hier die Guillotine befand, die bekannten Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Louis XVI, sowie Marie Antoinette den Kopf abtrennte und somit das Leben kostete. Der weltbekannte Obelisk, der den Platz ziert, stammt aus Luxor und wurde 1836 im Zentrum des Platzes aufgestellt und ist trotz seiner geringen Höhe von 22 Metern sehr beeindruckend.

Wer sich in Paris befindet, kommt nicht umhin einen weiteren Ort zu besuchen. Die weltbekannte Kirche Sacre Coeur befindet sich auf einem Hügel im Stadtteil Montmartre und bietet aufgrund seiner erhöhten Lage einen wunderschönen Blick auf die Stadt. Wem der Aufstieg über die vielen Stufen zu anstrengend erscheint, kann die eigens für Touristen installierte Zahnradbahn nutzen und kommt so besonders schnell und bequem ans Ziel. Das Innere der Kirche besticht durch ein übergroßes Mosaik, das Jesus Christus zeigt. Neben der Kirche erstreckt sich ein pulsierendes Künstlerquartiert, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man dieser Gegend einen Besuch abstattet. Für verliebte Paare bietet sich hier die Möglichkeit sich von den zahlreichen Straßenkünstlern portraitieren zu lassen. Dieses Bild wird dann garantiert ein wunderbares Erinnerungsstück, das man gerne in den eigenen vier Wänden aufhängt. Natürlich kann man hier auch in einem kleinen Caf oder Restaurant niederlassen, um das reichhaltige kulinarische Angebot zu nutzen oder entspannt dem illustren Treiben der Menschen zusehen.

Wie erreicht man diese Vielzahl von Sehenswürdigkeiten am besten?

Da Paris sich wie eingangs erwähnt eine sehr große Fläche einnimmt und die vielen Sehenswürdigkeiten über die ganze Stadt verteilt sind, stellt sich postwendend die Frage, wie man sich in dieser Metropole am schnellsten und bequemsten fortbewegt. Wie in jeder großen Stadt ist das Zentrum chronisch mit Autos verstopft, was durchaus zu einem Ärgernis werden kann. Wer denkt London sei zur Rush Hour eine wahre Katastrophe, hat Paris noch nicht erlebt, denn hier hat man das Gefühl, dass die Rush Hour den ganzen Tag über anhält. Aus diesem Grund ist man bestens beraten, wenn man die vielen öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Die Pariser Metro verfügt über ein umfassendes Netz an U-Bahn Stationen, die es einem ermöglichen alle Attraktionen bequem zu erreichen. Aber auch die S-Bahnen und Busse verkehren flächendeckend und regelmäßig. Zudem sind auch genügend Taxis unterwegs, sodass man sich auch spontan ein solches heranwinken kann, wenn man dies möchte. Die Preise sind zwar höher, als die der öffentlichen Verkehrsmittel, gerade am späten Abend oder in der Nacht sind Taxis aber eine prima Alternative. Ist man erst in einem Viertel angekommen, sind Spaziergänge eine wunderbare Sache, bei der man auch genügend Zeit und Muße hat, alles in Ruhe anzusehen. Auch wenn dies auf den ersten Blick verwundert, kann man in Paris auch sehr gut Radfahren. Hierfür muss man natürlich kein eigenes Fahrrad mitnehmen, sondern kann diese über ein spezielles System günstig leihen.

Abschließend lässt sich festhalten, dass Paris ihrem Ruf als Stadt der Liebe durchaus gerecht wird. Gerade für Paare, die es romantisch mögen, sind die verträumten Gassen und Parks wie geschaffen. Zusammen mit den unzähligen Sehenswürdigkeiten kann man hier einen Urlaub genießen, an den man sich noch lange mit Wohlwollen erinnern wird. Natürlich ist diese Weltstadt aber auch für alle anderen ein lohnenswertes Reiseziel mit einem ganz besonderen Charme, dem man sich nicht entziehen kann, was übrigens auch der Grund ist, warum viele, die einmal nach Paris gekommen sind, diese Stadt auch ein zweites oder drittes Mal bereisen.
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