Türkei

Nach dem Ende es Ersten Weltkrieges zerbrach das Osmanische Reich in viele kleinere Nationen, die fortan souveräne Staaten etablierten. Aus diesen politischen Umwälzungen ging die Türkei als demokratischer Staat hervor. Der Gründer der türkischen Republik Kemal Atatürk verstand die Zeichen der Zeit und hatte es sich zum Ziel gemacht die Türkei nach europäischen Vorbild zu reformieren und damit die richtigen Weichen für die Zukunft des Landes zu stellen. Infolge dessen rückte das Land näher an die Europäische Union heran und ist seit einigen Jahren zu einem Beitrittskandidaten für eine Mitgliedschaft aufgestiegen. Gerade deshalb treffen sich hier auch zwei Kulturen, da die Türkei nach wie vor sehr stark vom Islam geprägt ist, sich aber besonders in wirtschaftlichen Fragen mit der Europäischen Union kooperiert. Diese Vielfalt verstärkt sich zudem durch die geographische Lage des Landes an der Schnittstelle von Europa und Asien. Folglich kommt der Werbeslogan des türkischen Tourismusverbandes nicht von Ungefähr. "Erlebe die Vielfalt" ist hier mehr als nur ein Werbespruch, das bemerkt man sofort, wenn man die Türkei mit eigenen Augen sieht.

Länderinformationen

Die Türkei nimmt eine Fläche von über 8000 Quadratmetern ein und ist damit etwa 2,3 Mal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Ein Großteil der Fläche liegt hierbei auf dem asiatischen Kontinent. Alles in allem nimmt die Region Anatolien Anatolien 97 % der Landmasse sein, während sich die restlichen 3 % im zu Europa zählenden Ost-Thrakien befinden. Im Inland herrscht zumeist kontinentales Klima, wohingegen man in den Urlaubsregionen an den Küsten eher mediterranes Wetter vorfindet. Auch wenn es in der Türkei sehr warm ist, gibt es keine Wüstengebiete, in denen die Temperaturen extrem hoch sind. Deshalb erfreut sich das Land am Bosporus einer äußerst üppigen Vegetation. Der Artenreichtum an Pflanzen ist folglich auch nirgends im Mittleren Osten größer. Da besonders im Südosten der Türkei viel Landwirtschaft betrieben wird, stellt sich das Land als sehr grün dar, was Urlaubern mit Sicherheit gefallen wird.

Istanbul - Metropole und heimliche Hauptstadt der Türkei

Obwohl Ankara nicht offiziell als Hauptstadt betrachtet wird, so ist es doch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes und besonders für Touristen eine feine Sache. Hier leben heute annährend 13 Millionen Menschen, weshalb die Stadt in einem Atemzug mit den europäischen und amerikanischen Großstädten genannt werden kann. Istanbul hat eine wechselhafte Geschichte erlebt, die sich an allen Ecken und Enden der Stadt ablesen lässt. Deshalb hat selbst der Name sich über die Jahrhunderte mehrfach geändert. Bevor Istanbul seinen heutigen Namen erhielt, wurde die Stadt auch Konstantinopel genannt. Und genau dieser byzantinische Einfluss heute noch sichtbar, auch wenn die osmanische Kultur das Stadtbild ebenfalls ins erheblichem Maße prägt. Sehenswürdigkeiten für Urlauber sind hier vor allem die Chora Kirch, die Hagia Sofia oder auch das Hippodrom. Alle, die nach Istanbul reisen, sollten sich einen Besuch dieser atemberaubend schönen Baudenkmäler auf keinen Fall entgehen lassen. Natürlich muss man auch einen der vielen Bazare gesehen haben. Hier kann man nach Herzenslust einkaufen und mit den Händlern um den Preis feilschen. Alles in allem kann man also sagen, dass Istanbul definitiv eine Reise wert ist. Nirgends sonst auf der Welt kann man 4000 Jahre an abendländischer und orientalischer Geschichte auf so kleinem Raum erleben. Das belegen auch die vielen Museen, die für Kulturbeflissene ein wahres Highlight sind.

Baden und relaxen am Meer

Tuerkei Eine wunderbare Sache sind auch die vielen Urlaubsstrände, mit denen das Land am Bosporus auf seine Besucher wartet. Gerade für einen entspannten Strandurlaub mit Sonne satt gibt es kaum einen besseren Ort. Egal für welche Region man sich am Ende entscheidet, durch die hohen Standards in Sachen Hotels, Restaurants und der Gastronomie allgemein wird ein Urlaub in der Türkei zu einem ganz besonderen Erlebnis, dass man nicht mehr missen möchte, wenn man einmal dagewesen ist. Besonders beliebt für Strandurlaube sind die Regionen Antalya, Side oder auch Alanya. Marmaris und Bodrum werden zudem ebenfalls immer beliebter und warten mit Traumstränden auf ihre Gäste. Die Türkei grenzt an drei verschiedene Meere. Man hat hier also sozusagen die Qual der Wahl, denn ein Fleck ist hier wirklicher schöner, als der andere. Egal, ob man sich also für einen Badeort am Mittelmeer, dem Schwarzen Meer oder auch dem Marmarmeer entscheidet, ein rundum gelungener Urlaub mit jeder Menge Urlaubsspaß ist garantiert.

Auch das Landesinnere hat seine Reize

Während der typische Türkei-Urlaub früher in einer der typischen Ferienregionen oder in Istanbul verbracht wurde, erfreut sich das Landesinnere heute immer größerer Beliebtheit. Im Gegensatz zum heißen Wetter an den Traumstränden an der Agäis und am Mittelmeer, finden Reisende hier ein eher gemäßigtes Klima vor, das trotzdem angenehm warm ist. In der Region Kappadokien können Ruhebürftige deshalb abseits der Hitze und der Menschenmassen einen gemütlichen Urlaub verbringen und trotzdem jede Menge erleben und bestaunen. Mitten in der Region liegt die Stadt Göreme. Sie ist vor allem für ihren Nationalpark bekannt, der vor einiger Zeit sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO gezählt wird. Alle, die sich für Natur begeistern können, können hier ein faszinierende Felsenlandschaft, sowie sehenswerte Tuffsteinformationen entdecken. Da es viele Wanderstrecken gibt, kann man die Gegend auch prima zu Fuß erkunden und sich dabei an der frischen Luft vom Stress des Alltags erholen. Entlang den Strecken stößt man immer wieder auf verträumte Täler und kleine Städte, die zum Verweilen einladen und bewirken, dass man sich hier rundum wohl fühlt.

Sicherheit und Einreise

Laut Informationen des Auswärtigen Amtes halten die seit Ende Mai stattfindenden Demonstrationen in Istanbul, Ankara, Izmir und anderen Städten der Türkei bis heute an an. Seit Beginn der Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten kommt es zu gewaltsamen Übergriffen und Festnahmen. Die Polizei setzt hierbei auch Tränengas und Wasserwerfer ein. Reisende werden daher gebeten, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden und vorsichtig zu sein. Wer sich aber zu einem Strandurlaub ans Meer begibt, braucht sich keine Sorgen zu machen oder gar spezielle Vorkehrungen treffen, weil die Clubanlagen sehr gut gesichert sind. Abgeraten wird allerdings von Reisen an die türkisch-syrische Grenze, da hier gewisse Spannungen herrschen. Deshalb sollte kein Reisender, die dortigen Grenzanlagen besuchen oder sie gar fotografieren. Um in die Türkei einreisen zu dürfen benötigt man einen gültigen Personalausweis, sowie einen Reisepass. Ein Visum ist nicht erforderlich, solange die Reise innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen nicht länger als 90 Tage dauert.
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